#1

Deathkult Open Air 2013

in Berichte 04.03.2013 11:17
von T.B. • 193 Beiträge

DEATHKULT OPEN AIR 2013
- Vorbericht -




Jung. Dynamisch. Gutaussehend.
Erst 2011 nahm das Deathkult Open Air den durch das Ableben der Festung vakant gewordenen Pfingst-Fleck im schwarzmetallischen Terminkalender ein und darf sich zwei Jahre später bereits ein fest etablierter Bestandteil der vorsommerlichen Festival-Landkarte nennen. 2013 ist es wieder soweit und Metalfans aus Nah und Fern strömen zu dieser familiären Zusammenkunft, um..... Verfickte Mühle, ich kann sowas einfach nicht! Dieses "etwas Positives schreiben". Da komme ich mir so dreckig vor wie nach einem GWAR-Konzert in der dritten Reihe.

Dummerweise ist das Deathkult jedoch tatsächlich so cool, dass ich einen Vorbericht schreiben WILL, OHNE dass es eine Voraussetzung für eine Akkreditierung oder sowas ist. ('sch schwör!). So cool, dass es kaum etwas gibt, worüber man sich echauffieren könnte. Immerhin handelt es sich hier um eines von nur wenigen deutschen Festivals, dessen kultureller Unterhaltungswert ausnahmsweise nicht mit "Affen bewerfen sich im Zoo mit Kacke" vergleichbar ist.
Den zweiten Teil habe ich schweren Herzens verpasst, aber sollte 2013 tatsächlich nicht wieder - wie beim Debüt - nur Festivalbesucher mit dem - im wörtlichsten Sinne - nötigen Kleingeld ansprechen, da das Kacken 50 Cent kostet, und sollte man tatsächlich die Soundprobleme in den Griff bekommen (woran eifrig gearbeitet wird, ernsthaft), bleibt letzten Endes ein Festival nach Maß, gegen das Festivals wie das Barther wirken wie ... das Barther.

Das fängt schon bei den Bands an. Um es kurz zu visualisieren:

Typ in einem Internet-Forum: "Jo, Heikooooo (you're the best!!), hol doch mal Band XY!"
BMOA: "Vielen Dank für eure Tipps, ich werde wie jedes Jahr versuchen, es euch allen recht zu machen. was kostet die band? hoffentlich sammeln die danach aber fein ihren müll weg (aber nicht den pfand!!!)!! >:-["

Typ in einem Internet-Forum: "Holt doch mal Band XY!"
DKOA: "Nö, die interessieren uns 'n Scheiß."


... und wie so ein No-Bullshit-Bands-Konzept dann aussieht, erkennt man jetzt bereits am Billing: mighty GOATPENIS ("Goat" und "Penis" im Bandnamen! 'nough said...), THE RUINS OF BEVERAST (Ich weiß, die Hoffnung ist gering, aber komm, Alex, ein klitzekleiner NAGELFAR-Song könnte doch drin sein?!), FUNERAL M... äh, MARDUK (wiedererstarkt, aber eh eine der wenigen "großen" Bands, die unter ALLEN Vollalben nicht einen einzigen Komplettausfall haben. Mal abgesehen von "World Funeral", aber sogar die hat ihre Momente.), MG-"Ich könnt' diesem Klugscheißer jedes Mal in die Fresse treten, wenn er mir erklärt, wie der Name richtig ausgesprochen wird!"-LA (die mit dem Berlin-Gig erst für gewaltig Hosenzelte im Myrrthronth-Board sorgten), NACHTKOKSIUM ("Ghosts of Grace" muss kommen!), ACHERONTAS (beste Band des UTBS 2012!), das BAPTISM Hairmodel samt neuem Album (die spielen zwar mittlerweile viel zu oft, waren aber sogar beim Barther gut ... und ich gebrauche "Barther" und "gut" wirklich selten in einem Satz!), bad ass DIES ATER (die bei meiner letzten Livebegegnung beim Interregnum (2008?) cool waren, und wer denkt nicht gern an die Regenschlacht vom UTBS '03 samt Stromausfall. Geil. Falls die Band dies liest, bitte so viel wie möglich von der "Reign of Tempests"!), und und und... allen voran natürlich goddammit motherfuckin' one and only DROWNED (!!!).
[... kurze Unterbrechung, um "Viscera Terrae" zu hören ...]
Hat der moderne BMler von Welt die eigentlich auf dem USB-Stick? Ich will doch hoffen. Falls nicht: Ist quasi eine Knüppel-Version von NECROS CHRISTOS, mindestens (!) genauso geil, und so deftig, dass WATAIN dagegen wirkt wie THE DEVIL'S BLOOD. Ick freu mir drauf.

Um es kurz zu fassen, wobei ich betonen möchte, dass ich nicht irgendeinen Vorwand suche, um über Bands herzuziehen oder so (): Bands wie, sagen wir, GEBRECHLICHKEIT würden niemals, nicht in eintausend Jahren, beim Deathkult spielen. Wie, ihr kennt die nicht?

GEBRECHLICHKEIT - Glanz und Elend (2012)



Musik ist scheiße. Macht ja nichts, kann ja mal passieren. Möglicherweise auch mehrmals in Folge, wie bei vorliegendem immerhin dritten Vollalbum des deutschen Solo-BM-Ringelpietz GEBRECHLICHKEIT. Dass es vor Schreibfehlern auf ihrer Homepage nur so wimmelt wie überm Scheißhaufen vor Fliegen, dass sie "Birte's Würstchenbude" den Idiotenapostroph gleich massenhaft inSongtiteln klauen oder dass man sie für ihre lateinische Grammatik in "Life of Brian" sowas von verdroschen hätte, das alles ist entschuldbar. Denn wofür dieses Projekt die Marmorne Mülltonne des Monats tatsächlich verdient, sind ihre aufwändigst produzierten Musikvideos, derer es zu "Franz und Bülent" gleich zwei gibt. Musikvideos von solch brachialem Unvermögen, dass es sich anfühlt als würde dir jemand in die Augen kotzen! Beginnen wir mit dem Video zu "Luxuria":



In diesen knapp 9 (in Worten: neun!) Minuten summiert sich wirklich alles, was jeden länger Gedienten (und alle anderen) wünschen lässt, man hätte den heutigen Szenenachwuchs schon beim Kauf der ersten Flecktarnhose beim Asiaten auf dem Wochenmarkt mit selbiger stranguliert. Ein hagerer Schwachkopf ("Gebrechlichkeit" eben) und seine offensichtlich ebenfalls gestörte Freundin, die gleich zu Beginn - warum auch immer - durch ein Kornfeld gestiefelt kommt, frönen ihrer Vorliebe für die "schwarzen Künste" und Amateurfilmchen, feiern in einer Ecke von Papas gefliestem Hobbykeller sinistre Rituale mit ultradiabolischen Babypuppen, EMP-Plastikschädeln und IKEA-Kerzen und sind sich dann nicht mal zu blöde, den Zuschauer an ihrem gefakten oralen Blümchengekaue teilhaben zu lassen. Ja, ich wette, dass Kralle von den Eingemachten Eingeweiden hier die ganz große Nummer in seinem Dorf ist und dass seine Püppi (die immerhin 'nen halben Punkt für ihre BDM-Zöpfe bekommt) ihrem Höllenfürsten tierisch verfallen ist. Es sind genau Pärchen wie diese (und man erkennt sie überall, da sie mangels sonstiger sozialer Kontakte nur aneinander kleben), die mich auf Festivals und Konzerten offenbar immer wieder dazu verleiten wollen, selbst ein frisch geöffnetes Bier als Wurfgeschoss zweckzuentfremden. Den Olymp der Fremdscham erklimmen aber schließlich erst die genial getricksten Milchglasäuglein, die stärker funkeln als Vampire im Sonnenlicht und dir mit dämönöphilischer Eindringlichkeit das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Apropos dämonisch: Zum Song "Dämonophilie" vertreiben die Höllenwesen in einem etwas pompöseren Haus die Geister ihrer Jugendstunden auf der Stillen Treppe.



Wir erleben in diesem schlechten Ripoff eines schlechten Remakes eines Exorzistenfilm-Ripoffs nicht nur das Comeback of the legendary Milchäuglein, sondern werden Zeugen waghalsiger HipHop-Moves, furioser Ganzkörper-Spastik, des schlecht gestellten Orgasmus einer blonden Gruftie-Leberwurst und - in einer besonders bemerkenswerten Szene - der rohen Gewalt gegen einen Stuhl (3:47!). Ja, dieses dekorative Sitzmöbel passt anscheinend nicht in Gevatter Grottenmolchs visuelles Konzept, sodass es in bester Kinski-Manier schnurstracks aus dem Bild befördert wird, ohne Hinzusehen! Ist ja auch schwer ohne Pupillen. Die Frage bleibt natürlich, ob die offenherzige Popo-Perle aus dem ersten Video weiß, dass Graf Chaos' unselige Aura nun lieber in üppigere Geschosse geistermäßig einfährt? Oder ist es noch die gleiche Knallmaus? Falls ja, wie viele Nogger-Familienpackungen werden in Drehpausen hastig geopfert worden sein, um so aus den Fugen zu geraten?

Wir werden es wohl nie erfahren, aber eins ist klar: Hannovers GEBRECHLICHKEIT ist von solch hochnotpeinlicher Beschränktheit, dass es gleich zwei Reviewschreiber brauchte, um diesen grenzenlosen Bullshit in Worte zu fassen. Das Traurige daran ist, dass es nichtmal eine dieser unglaublich unwitzigen BM-Parodie-Bands zu sein scheint und die sage und schreibe 55 Minuten "Kotz und Würg", äh, "Glanz und Elend" tatsächlich eine CD-Produktion spendiert bekamen


Ich hoffe ebenso, es hat sich nicht viel daran geändert, dass die eher insider-hafte Bandzusammenstellung (- jetzt im Vergleich zu solchem Burning-Stage-Dreck, wo namenhafte Cashcows ohne Sinn und Verstand zusammengewürfelt werden) dazu führt, dass das Festival seine angenehm niedrige Rate an Wochend-BM-Partypeoples und sonstigen Evolutionsbremsen, die man glaubt, schonmal im "Frauentausch"-Wolgast-Special gesehen zu haben, und die einen sogar dazu verleiten, beinahe Stirn-Boran Recht zu geben, wahrt. Aber da habe ich keine Bedenken, denn immerhin hat man es nicht nötig, durch dubiose Bands a la FIEBERKINDS WASSERTRÄNENTRAUM, PANZERHITLER88 oder WOTANS RABENHOLZ das Geschmeiß aus dem hintersten Sub-Sub-Sub-Genre von links, rechts, post oder indie anzulocken.

Oder noch schlimmer: Lokalbands. Mal ganz ehrlich, geht es euch auch so, dass - wannauchimmer ihr von neuen Bands aus der Gegend Wind bekommt, die einfach immer irgendwie kacke sind? Machen sich gleich zu Beginn im CHF zum Klops, sind geltungssüchtige Minderjährige, tragen LEGION OF THE DAMNED Shirts, haben Neg...ative Schwingungen, mögen BLACKSHORE, ... Muss da nicht schon aus Gründen der statistischen Wahrscheinlichkeit nicht irgendwie mal eine ganz durchschnittliche, normale Band dabei sein?
Ist mir erst kürzlich passiert. Zu einem Konzert beworben als die "längst vergessenen" (haha, wat?!)...

... NOSTURAACK (Gesundheit!)




Aber egal, sowas wird uns hier ja nicht passieren. Das Deathkult ist wohl mehr wie ein nostalgischer Szene-Treffpunkt. So'n Ding, wo man dabei sein muss, um mitreden zu können. Von miesen Schweinehunden, für miese Schweinehunde.

Ach, hey, was schreibe ich denn da?! Ich will natürlich keinerlei zahlungskräftige Kundschaft fernhalten, auch nicht die hässliche. Nicht, damit der Veranstalter sich eine nahöstliche Nase verdient und mir 'ne fette Provision zuschießt, denn jeder, der einigermaßen Einsicht in die Materie hat, weiß, dass hier hart ums Plus-Minus-Null gekämpft werden muss. Aber das Hochmaß an Arbeit und Stress darf sich doch ruhig auch mal auszahlen, selbst wenn umgerechnet nur ein Stundenlohn von einem halben Flaschenpfand herauskommt.
Darum sei den pummligen Unrümpfen mit SABBAT-Aufnähern als auch den unförmigen DORNENREICH-Studenten-Vögeln mit Brille und verdächtig krausem Kinnbart (Gott, sind Metaller hässlich...) sowie den passionierten Zockern, die gerade ein Abendgymnasium oder sowas besuchen und auch im wahrem Leben "lol" sagen, mitgeteilt, dass auf dem Deathkult eine UNMENGE verflucht heißer, kompromisslos analbereiter Bitches mit prallen Möpsen rumlaufen, die auf GENAU SOLCHE Typen wie ihr es seid total abfahren! Ohne Scherz. Und eine richtig mordsmäßige Tsunami im Schlüpper werdet ihr auslösen, wenn ihr all eure Kohle an den Merchandise-Ständen lasst. Vertraut mir!
Ihr glaubt mir nicht?? Hier ein paar Beweise:









Da das Kritzeln dieser Zeilen mal wieder ewig gebraucht hat, sind in der Zwischenzeit sogar wieder neue Bands dazugekommen: BEHEXEN (x-mal gesehen, aber immer gut, und neues Album am Start, wovon die Platte jedoch noch zur Abholung bei einem Bekannten liegt), THE STONE, WELTBRAND (waren sehr stark beim LUNAR AURORA-Abschiedsgig), NECROBLOOD (diese Demo-Sammlung fetzt, und bei Amor Fati kommt demnächst auch ein Album, auf das wir gespannt sein dürfen) und -WRETCH, THORNESBREED und, jetzt kommt's, BEYOND! Deren EP bei Iron Bonehead war boss.
Außerdem kürzlich hinzugefügt: NIFELHEIM (uh, yeah), VULCANO, CULT OF FIRE, HELL MILITIA und die dreckigen Schweinehunde von PARIA.

Hmmm, dieser Vorbericht ist nun doch irgendwie anders geworden als geplant. Ich wollte doch etwas über mögliche Pensionen, die Größe des Zeltplatzes oder nützliche Taxi-Nummern erzählen. Na immerhin zur Verpflegung kann ich etwas sagen, denn selbst geizige Veganer mit Gluten-Allergie und Lactose-Intoleranz sind auf dem Deathkult allerbestens versorgt... wenn sie sich ihren Scheiß selbst mitbringen. Stellt euch nicht so an! Es wird doch wohl auch niemand so organisatorisch behindert sein, um sich um seine Anfahrt und Unterbringung nicht allein kümmern zu können.

Na wie gesagt, Vorberichte liegen mir nicht. Also lasse ich abschließend - euer Team Anne Frank hat erneut keine Kosten und Mühen gescheut - ein paar prominente Gäste der vergangenen wie zukünftigen Ausgaben zu Wort kommen:






;)


















Was sagt uns das? Richtig, das Festival wird mindestens so geil wie Charlize Therons schwitzige Schenkel zu lecken, und wenn euch eine Karte für das Open Air noch über den Weg läuft, dann heißt dat...



...sonst ...



Cordialiter,
Eure A. Frank

.
.
.

Coming Soon:

PARTY.SAN FESTIVAL 2013
- Vorbericht -


zuletzt bearbeitet 23.05.2013 01:16 | nach oben springen

#2

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:24
von T.B. • 193 Beiträge

DEATHKULT OPEN AIR 2013
(english version below)

Freitag, 17.05.2013

Ich bin maßlos enttäuscht. Nein, nicht vom Deathkult, quatsch, aber diese Antifa-Berichte sind nun wirklich nicht mehr das, was sie mal waren. Gab man sich einst noch ehrliche Mühe, sich handfeste Tatsachen und Fakten aus den Fingern zu schwindeln, sind heute WAS die stärksten Argumente? Dass eine „NSBM-Ikone“ – die so rein gar nichts mit der Organisation des Festivals zu tun hat – das Open Air gut findet? Dass Bands, die gar nicht spielen (so wie STUTTHOF), unter Vorbehalt möglicherweise vielleicht rechtsoffen sein könnten? Dass der Veranstalter auf seiner rein privaten Facebook-Seite, die ebenso überhaupt nichts mit dem Festival zu tun hat (da sie ja privat ist), ganz privat und rein persönlich eine möglicherweise bedenkliche Band „cool“ findet, die dort ebenso gar nicht spielt? Holla die Waldfee. Da hat es sich ja gelohnt, „ZeroCool“ für die großangelegte Hackattack anzuheuern, Respekt. „Leg dich mit dem Besten an und du stirbst wie alle dann!“ Dabei ist sogar GOATPENIS mit von der Partie! GOATPENIS! Also wer selbst damit nicht genug in der Hand hat, dem kann man echt nicht mehr helfen. Oder um es mit Nelson auszudrücken: Haa Haa!

Das nächste Mal wünsche ich mir etwas mehr journalistischen Einsatz. Wie meinen zum Beispiel, ha! Und damit meine ich jetzt ausnahmsweise mal nicht, heimlich Ärsche, Füße und Möpse zu fotographieren... Also so zum Beispiel …



(In dieser Hinsicht muss ich übrigens gestehen, dass dieser Bericht enttäuschend ausfallen wird. Die Taktik war ja, mit Hilfe meines PRESS-Ausweises (der defekt war, denn beim Draufdrücken passierte nichts… jaja, ich weiß, den hab ich schon mal gebracht. Trotzdem BRÜLLER!) zum Zwecke statistischer Marktforschungsstudien die Band-T-Shirts der weiblichen Besucher zu dokumentieren. Aber ihr seht ja, fast alle haben sich entweder schon von vornherein schön nur mit dem Hintern aufgereiht, oder bedeckten geistesgegenwärtig ihre Hupen mit Kissen. Scheiße. Na egal, meistens war ich eh erst zu spät am Gelände, sodass nicht mehr viel Tageslicht blieb, und den Weibern reihenweise den Blitz in die Fresse zu halten, wäre selbst mir ein wenig zu penetrant. Hehe Dabei waren wirklich eine Menge hübscher Weiber zu Gast, mäh.
Achja: Fotos ohne fucking Copyright-Faggot-Wasserzeichen! Könnt ihr also klauen wie ihr wollt, müsst aber mit einem beschissenen Zeitstempel leben, den eigentlich seit 2004 keiner mehr erwartet. hehe Keine Ahnung, wie der weggeht… )


Nein, nein, ich nahm es dieses Mal echt ernst, ein allumfassendes, ganzheitliches Bild des Festivals in Worte zu malen! Zu diesem Zweck suchte ich gar das Gespräch mit Ortsansässigen. Quasi so wie diese unfassbar langweilige schwule Wacken-Dorfdoku, nur besser!

Heavy Metal Göllnitz, pt. I: Der Pensionswirt teilte mir freudestrahlend mit, dass nach anfänglicher Skepsis das Deathkult im dritten Jahr mehr als etabliert ist, den Gasthöfen, Eisdielen, Getränkemärkten, Puffs und Pensionen der Umgebung den Umsatz des Jahres beschert und die Region begeistert sei, da endlich mal mehr los ist als der allmonatliche Töpfermarkt im Nachbardorf, oder die Miss Kuhstall Wahl in Gimmel, Pölzig oder Großauschwitz (- Ich glaube, das hieß wirklich so.). Mit den Gästen habe man nicht nur noch nie Probleme gehabt, nein, Herr M. fügt mit sympathisch-rustikaler Selbstverständlichkeit hinzu: „Das ist oberklasse, hier kommen plötzlich Leute von überall her. Ich habe sogar schon ein Nummernschild aus Bad Oldesloe gesehen!“. ehehehe Verdammt netter Kerl übrigens, der uns für einen Bruchteil des offiziellen Taxi-Preises zum Gelände fuhr. Dies sei übrigens jedem zu empfehlen, denn da sie alle aus Altenburg oder sonstwo angekarrt kommen, zahlt man locker 25 EUR allein für die Anfahrt, pah! Dabei hätte ich allerdings schon gern die Powersätze für die Taxifahrt untergebracht, wie „HAAAALT! Ach nein, doch nicht…“, „Folgen Sie dem Fahrzeug, das uns folgt!“, „Mit Navi hätte ich das auch gekonnt…“ oder „Und aus welchem Kulturkreis stammen Sie?“.

Die Hinfahrt war zuvor relativ ereignislos. Eigentlich erinnere ich mich nur an den Hintern dieser schniken Blondine im McDonald’s Brücke-Linthe, für den ich mich extra nochmal anstellte, wodurch die anderen etwas angefressen noch 10 Minuten warten mussten, weil es so brechend voll war. Tjoar…

Angekommen im eigenen Krawallo-Ferienhaus verbreitete sich sogleich das Gefühl jener Black Metal Assi WG, von der wir alle träumen: Alle unter einem Dach, den ganzen Tag am Musikhören und Biertrinken, und bezahlt durch Hartz IV, super! Mir gefiel das Haus ziemlich gut, noch so schön halbfertig, hier und da tropfend, ein seltsamer Schlauch neben dem Haus, aus dem zu unmöglichsten Zeiten suspektes Wasser lief (aber KEIN Wurstschiff!), oder natürlich auch der einladende Leatherface-Gruselkeller, der nicht abzuschließen ging. Zufällige Vorbeifahrende werden wahrscheinlich an eine Art Hausbesetzung gedacht haben, da das Anwesen – aber nur von außen – etwas baufällig aussah, und dazu sechs bis acht schwarzgekleidete Bombenleger, die zu lauter Musik vorm Haus rumlungern. Fehlte nur noch ein weißes Bettlaken mit einer coolen Sprühdosen-Aufschrift.



Am Gelände angekommen, waren THORNESBREED schon zuende und PARIA spielten gerade. Eine mehr oder minder lange Schlange versperrte weiter den schnellen Zugriff, aber jeglicher Frust wurde sogleich gelegt durch die nette Einlass-Dame ( ), die mein Shirt voll toll fand und mir das Bändchen so verflucht zärtlich umband (ICH WERDE MIR DEN ARM NIE MEHR WASCHEN!), dass ich direkt einen steifen …Arm bekam… was ihr gefiel … aber die restlichen Anbaggerversuche ließ ich eiskalt abblitzen, denn ich wollte ja PARIA sehen (DU DARFST MIR TROTZDEM NÄCHSTES MAL DAS BÄNDCHEN UMBINDEN WO DU WILLST! ... Ja, du auch, Jan!). Immerhin das letzte Lied (IMPALED NAZARENE-Cover?) bekam ich (zum Großteil aus der Ferne) noch mit. Mist. Egal, eh schon gesehen. Klang dufte, gute Band ekliger Schweinehunde.

THE STONE waren… naja, THE STONE halt. Ich weiß echt nicht, was ich zu dieser Band noch schreiben soll, was ich nicht schon mal irgendwie geschrieben habe. Und das klingt jetzt negativer als es eigentlich gemeint ist.



Gespannter war ich auf DIES ATER und wurde nicht enttäuscht. Top Liveband mit feiner DI6-like Martial Neofolk Einlage bevor es richtig losging. Es gibt wenige deutsche Bands, die eine solche Bühnenausstrahlung wie DIES ATER haben, aber vielleicht verstehen das auch nur die, die schon ein wenig länger dabei sind. Korrigiere: Es gibt wenige deutsche Bands, die ÜBERHAUPT eine Bühnenausstrahlung haben. Musikalisch werden aber auch Neueinsteiger auf ihre Kosten gekommen sein. „Rausch der Macht“ und „Die Gewissheit zu siegen“ durften natürlich nicht fehlen. Das Älteste war wohl der Song von der „Through Their Woods“, leider. Aber ich muss sagen, dass mir die Stücke der aktuellen „Hunger For Life“ live auch mächtig gut gefallen. „Dies Ater“ zum Beispiel ist eine grandiose Stimmungsnummer, meine Herren. Gezeichnet, ein Fan.



VULCANO verpasst, wenngleich es wohl die einzige Band war, die noch älter als NIFELHEIM aussah. NIFELHEIM sehen so unglaublich alt aus, unfassbar. Aber „rocken“ können sie, keine Frage. Ich fand den Auftritt etwas lang. „Black Evil“ gleich als zweiter Song und nach und nach dann schon früh das Pulver verschossen, das wurde anstrengend und verbrauchte sich fast schneller als das künftige Telekom-Datenvolumen. Zumal sie irgendwann von der Bühne gingen und – obwohl weder Zu-ga-be noch Flug-ha-fen gerufen wurde – trotzdem nochmal 15 Minuten spielten. Warum nicht?! Gut fand ich’s trotzdem.



Ich mag das Prinzip, dass nach dem täglichen Headliner nochmal eine Tier-3-Black Metal-Band als Absacker einen netten Platz im Dunkeln bekommt. Was CULT OF FIRE für GOATPENIS und MGLA für MARDUK werden sollten, waren am Freitag ACHERONTAS für NIFELHEIM. So recht verstanden hatten die Griechen diese Logik aber wohl nicht ganz, oder wollten es nicht verstehen, denn als wahrer Headliner fühlt man sich doch gleich viel cooler. Wie ich erzählt bekommen durfte, beanspruchten DIVACHERONTAS (!) zum einen das Backstagezelt, das die Bands zur Vorbereitung nutzen konnten, einfach mal gepflegt den ganzen Nachmittag als persönliches Headliner-Zelt für sich alleine - was aber diejenigen, die in Athen mal in den weniger touristenfreundlichen, bullenbefreiten Stadtteilen waren, nicht verwundern sollte, denn Hausbesetzen ist dort sicherlich ein fester Kulturbestandteil. Ärgerlich war zum anderen vor allem, dass sich die Herren herausnahmen, die Leute eine geschlagene halbe Ewigkeit warten zu lassen… wegen ihrer verschissenen 88 Kerzen auf der Bühne! Tja, erstmal mussten dafür nämlich noch passende Flaschen angekarrt werden, damit die überhaupt irgendwo stehen, wobei man natürlich NICHT vorher mit dem Soundcheck beginnt… und wenn die Dinger vom Wind ausgepustet werden, ist es in bester Madonna-Manier natürlich vollkommen unzumutbar, mit dem Schminken anzufangen, bevor wieder alle brennen.

Hier übrigens eines der ganz seltenen Bilder, das fast alle wunderbar akkurat brennenden Kerzen zeigt, denn beim Abschluss „Wampyric Metamorphosis“ brannten ungefähr noch… 12? Da hat sich die Mühe ja gelohnt! Wie wunderschön.



Ich gebe zu, vieles des Vorherigen nur aus zweiter Hand zu berichten, vielleicht sprach bei einigen Details auch der Inhuman Rage Mode aus dem Herrn, den ich nach seinem meistgesagten Satz des Wochenendes mal nur Mr. „Wenn ich erstmal nach Hause komme, verbrenne ich meine ganze scheiß ACHERONTAS-Sammlung!“ nenne. Nein, das ist zu ungenau. Nennen wir ihn E. Ternal. Aber irgendwas muss ja dran sein, immerhin war die Pause abartig lang. Und wenn ich mit einer Band schon eingeladen werde und dem Veranstalter einen Haufen Geld koste, dann habe ich mich als Band doch bitte gefälligst auch so zu benehmen, dass ich am reibungslosen Ablauf des Ganzen aktiv mitwirke. Also so machen wir das zumindest immer und so gehört sich das auch, denke ich. Immerhin ist es ein BM-Konzert und kein verschissener GothRock-Musikvideodreh. Fucking Kerzen fuck.

Musikalisch waren ACHERONTAS jedoch erstklassig und definitiv die beste Band des Freitags, das muss ich ja einräumen. Und das, nachdem sie 2012 bereits die beste Band des U.T.B.S. waren. Langsam wird’s gespenstisch. Großartiges Set mit zwei nicht allzu überraschenden – mehr oder minder – Coverversionen.



Es gibt scheinbar Dinge, die partout nicht zusammenpassen: „Marmelade“ + „Leberwurst“, „Frauen“ + „Logik“, „Burning Stage“ + „Qualitätsaufgebot“, … nur um ein paar Beispiele zu nennen. „Taxi und Deathkult“ scheint ein solches Pärchen zu sein. Die Heimfahrt verzögerte sich zumindest, da ich sicherlich geschlagene 45 Minuten die ganzen beschissenen zwei Dutzend ausgedruckten Taxi-Nummern durchprobierte und entweder niemanden erreichte oder die keinen Bus für 6 Mann hatten. Zum Kotzen. Oder die Kommunikation am Telefon wurde erschwert durch:

Ich (auf dem Beifahrersitz zwecks Licht sitzend): „Kannst du die Musik mal bitte leise machen? Will es da nochmal versuchen…“
Fahrer (Musik leise drehend): „Ok.“
Ich: „Aaah, super, habe ein Freizeichen!“
Fahrer: „Sehr gut.“ Und dreht die Musik wieder volle Kanne auf. Sausack. hehe

Da wird man als Sextett also quasi fast dazu genötigt, völlig verantwortungslos besoffen und unangeschnallt mit 4 Leuten auf dem Rücksitz ins Ferienhaus zu düsen… Haben wir selbstverständlich NICHT gemacht! Einer saß im Kofferraum.

zuletzt bearbeitet 23.05.2013 01:54 | nach oben springen

#3

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:25
von T.B. • 193 Beiträge

Da dies ein ganzheitlicher Bericht ist, sollen natürlich auch Bands zur Sprache kommen, die NICHT beim Deathkult spielten (und ganz bestimmt auch niemals dort spielen werden). Aus guten Gründen. Darum, und zur allgemeinen Auflockerung an dieser Stelle ein weiterer kleiner Beitrag unserer beliebten Kategorie "Ich glaube, ich habe mir gerade in die Augen gekotzt":



Da haben wir sie wieder komplett, die Haute Couture des typischen Nachwuchs-Waschlappens: Ein hagerer Emo-Affe in Fidschi Flecktarn, XtraX Kuhmösenledermantel und das Shirt des eigenen Teabagging-Projekts, limitiert auf 2 (für ihn und seine Borderline-Tussi), hockt forever alone seitlich einer Schlittschuhbahn und guckt bedröppelt drein. Gewieft wurde das ganze Ensemble in dem Fall aber noch um eines dieser verzeckten Palästinenser Halstücher und eine total "lustige" Kopfbedeckung der Marke "Wider den Szene-Restriktionen" ergänzt. Alter, ich verstehe ja, dass man sich in diesem Alter unbedingt abgrenzen möchte. Auch verstehe ich, dass man mit einem ach-so-alternativen "Nehmt Black Metal nicht alle so ernst"-Clip seiner minderwertigen Musik nicht nur etwas Aufmerksamkeit verschaffen will, sondern auch gleich eine Blanko-Ausrede parat hat, denn wer ERBROCHEN nun doof findet, ist pauschal ein humorloser BM-Trveist. Was ich aber nicht verstehe, ist, wie so eine Schwuchtel durch den Weihnachtsmarkt stapfen kann, ohne aufs Maul zu kriegen. In Pommern wäre das nicht passiert! Das muss irgendwo in Westdeutschland sein. Abgesehen von besagten Punkten ist mir im Übrigen schleierhaft, was dieser ganze affige Auftritt, inkl. des andauernden "Meynach, der auf Ziegen starrt"- Blicks, nun soll, aber das weiß der geistig verstorbene Künstler sicher nicht mal selbst. Was mit derlei Lackaffen zu tun wäre, ich dafür aber umso besser:

nach oben springen

#4

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:30
von T.B. • 193 Beiträge

Sonnabend, 18.05.2013

Heavy Metal Kuhkaff pt. II: Den „Sonnabend vor den Bands“ nutzten wir, um uns mit der ansässigen Dorfgemeinde bekannt zu machen. Darunter sind nicht nur die unzähligen Einheimischen zu verstehen, die freundlich grüßend vorbeigingen und nicht mal mürrisch ob der Klänge aus den kräftigen Laptop-Boxen guckten. Wir grüßten freundlich zurück, die flotten "born in the 00s"-Lolitas natürlich mit "Na Kleines, möchtest du eine Cola?". Hach, Thüringen, da ist die Welt noch in Ordnung! Nicht so wie im Westen zum Beispiel, wo dich schon jeder auf der Straße anguckt als hätten sie gerade versehentlich den „Gay“-Button auf YouPorn geklickt.

Zwei Ischen (2/10 und 1/10) kamen gar zusammen mit ihrer neugierigen aber hackbällchen-kostverächtenden Hündin Heidi (4/10) des Weges und wollten unbedingt mal das Haus angucken, da sie darin wohl mal gewohnt haben. Normalerweise würden wir ja standesgemäß mit „Dat geht dich gar nichts an!“ oder „Verzieh dich auf den Fahrradweg, Fotze!“ reagieren, aber, hach, in Thüringen ist die Welt in Ordnung und die Gemeinde vertrauenswürdig, also ließen wir sie – ohne Aufsicht! –in die Gemächer. „Gnihihi, ich habe gewohnt, wo jetzt das Badezimmer ist. Da wo mal mein Bett stand, ist jetzt die Badewanne, hihi“ meinte die Jüngere. „Das heißt wir kacken jetzt in dein Kinderzimmer?“ die Reaktion. Fand sie irgendwie nicht so witzig… gnihihi.



Die zweite Begegnung war das Beste, was uns bei diesem Deathkult passieren konnte: Disco-Otto! Wer? Na Disco-Otto! Disco-Otto ist ein vom Leben und harten Alltag gezeichneter, rüstiger 56jähriger der Marke „Küsst nicht beim Ficken“.



Außerdem ist Otto im Dorf unserer Unterkunft sowas wie Feuerwehr und Polizei in einer Person. Eigentlich gehört ihm bestimmt das ganze Dorf! Was gut ist, denn unser Nachbar (Otto: „Ach, eh ein Arschloch, dieser Hund…“) drohte bereits mit den Bullen, weil er aus irgendeinem mir unbekannten Grund wohl ein Problem damit hat, um 4:30 Uhr volle Kanne STAH…äh, FREI.WILD hören zu dürfen. Affe. So konnten wir am Folgetag immerhin noch weiter und länger aufdrehen, Otto war auf unserer Seite! Aber wie haben wir ihn überhaupt kennengelernt?

Tja, Disco-Otto kam irgendwann halt einfach vorbei und frug, ob wir denn „zum Motorradtreffen“ (womit das Deathkult gemeint war) wollen… naheliegend, wenn keine Motorräder vor der Tür stehen. Wir erklärten ihm dann, dass dies nicht der Fall ist, und zählten Gründe auf, warum Motorräder beschissener als Autos sind (z.B. „Fünftens: Man kann mit Helm beim Fahren kein Bier trinken.“). Außerdem wollte er uns – ebenso ungefragt - mitteilen, dass in dem Haus mal sein Bruder oder Onkel oder sowas wohnte, und dessen Frau – „wie alle unter 50“ – eine Schlampe sei, die seinen Verwandten nach Strich und Faden beschissen hat. Schlampe.

Wir kamen auf unsere Taxi-Probleme und scherzten, ob er uns nicht auf seinem Anhänger mitnehmen könne. „Gar kein Problem“, so Disco-Otto, „ich fahr hier sowieso am Wochenende immer schwarz Taxi.“ ( !!!) Super, für 10 EUR für ZWEI Touren (damit alle wegkommen) also die nächsten Fahrten gesichert, und das in Ottos Discomobil mit Blau-, Grün- und Rotlicht.

Gestärkt von kulinarischen Köstlichkeiten auf dem R.A.C.lette (Paprika, Pfirsiche, vegetarische Filetstücken, Champignons, Mais, Ananas, Kidneybohnen, Kräuterbaguette, Knoblauchbaguette, BBQ-Sauce, Remoulade, Ketchup, Toastbrot, Feta, Mozzarella, Edamerstifte, Schmelzkäsescheiben, Putenschinken, Salami, Salami mit Kräuterrand, Hackbällchen, Würstchen, Bacon, mit Bacon eingewickelte Würstchen, … so lässt es sich leben!), das irgendwie viel besser war als Tiefkühlfraß, Dosenravioli oder den üblichen Grillscheiß, auf zu den Bands…

DEATHCULT: Bier trinken.

NECROWRETCH: Bier trinken.

BLACKLODGE kommen live in einem Club sicherlich viel besser. Auch nervten die ganzen Dreadlock- und Bunte-Haare-Spinner, die seltsame Bewegungen zu den Beats machten. An sich aber, sagen wir, interessanter Auftritt.



Typische BLACKLODGE-Fans:


War mir nach einer Weile zu anstrengend. HELL MILITIA fand ich ebenso nicht doll, trotz GG Cover mit GOATPENIS und BLACKLODGE Leuten auf der Bühne. Die Meinungen der Mitreisenden klafften auch auseinander. Dass der neue Sänger zum Beispiel nicht passt, kann ich überhaupt nicht teilen, zumal Meynach so ziemlich der beschissenste Black Metal Sänger war, den man sich vorstellen kann. Aber nungut, Polarisation ist nicht unbedingt schlecht.



Bei THE RUINS OF BEVERAST war es echt voll. Nach ACHERONTAS fielen mir hier erneut diese neumodischen Affen auf, die nach Pommesgabel, Zeichen des Gehörnten, Faust und ausgestreckter Handfläche (und Mittelfinger) nun neue „oho, ich bin so okkult und verstehe die Band so gut“-Gesten einführen müssen:

das L


das umgedrehte L


und das Dreieck, welches übrigens dann ganz langsam auseinandergefahren wird


Hier noch ein paar Vorschläge für das nächste Mal:
Der Hund


Die Fledermaus


My Heart Towards None


Affen. TROB – bewaffnet mit mehr Nebel als LUNAR AURORA in Elterlein – waren, naja, atmosphärisch, sehr doomig, und nach einer Weile wäre ich mir nicht mehr sicher gewesen, ob das Zeug so livetauglich ist, wenn ich es denn je gewesen wäre. Ich sag ja, ein NAGELFAR-Song hätte alles retten können… So kacke wie ein Begleiter („Mein Gott, das muss die beschissen langweiligste Scheiße gewesen sein, die ich je gesehen habe!“) fand ich’s nun überhaupt nicht, die Entrüstung aber so witzig, dass ich spontan mitmachte, mir auch solch tolle Wortspiele wie „Man, das hat ja eine halbe Ruins of Beverast gedauert!“ oder „Wir haben uns ja sicher schon Ruins of Beverast lang nicht gesehen!“ auszudenken. Der Ganzheitlichkeit (!) füge ich hinzu, dass ich – quantitativ sogar mehr – ganz gegenteilige Stimmen vernahm, die vom Auftritt hemmungslos begeistert waren. Die Band an sich würde ich vielleicht lieber nochmal in einem Club sehen wollen.



Danach waren wir kurz am Auto etwas trinken, aber so wirklich gemütlich war das nicht. Kennt ihr doch auch, oder? Jeder Freundeskreis hat einfach einen, der 50.000 Mal quengeln muss „Wann gehen wir los?“, MARDUK fängt gleich an.“, „Wollen wir gleich los?“… und aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren Grund auch nicht schonmal allein gehen will. Was eigentlich nur zum Effekt hat, dass sich der Rest noch mehr Zeit lässt als eh schon. MARDUK waren sehr gut, ballerten ordentlich und fühlten sich wie eine der letzten untergrundtauglichen „großen Bands“ an. „Wolves“ und „Materialized in Stone“ waren dabei, ansonsten vorwiegend neue Stücke, natürlich auch vom letzten Album. Insgesamt also ein geiler Auftritt muss ich sagen, von dem wir leider viel zu viel verpasst haben. Warum hat eigentlich keiner mal angesprochen, endlich vor die Bühne zu gehen??



Zugegeben, bei Hypes reagiere ich gern ganz allergisch. Da ist eine Band eigentlich ganz gut, aber allein die zum Bersten übertriebene Lobhudelei ihrer Fanboys führt dazu, direkt auf anti gebürstet zu sein. Dies ist bei MGLA oder Mgwa oder Mogwai oder wie man die ausspricht nicht anders (zumal ich KSM noch immer besser finde *hust*). Langsam füllte sich der Saal nun auch endlich [Anm. d. Redaktion: Hä?] und dunkel maskierte Gestalten hüllten sich im Herzen Thüringens in finstre Nebelschwaden [Anm. d. Redaktion: Hast du hier etwa nur den Neustadt-Bericht von vor 3 Wochen kopiert?]. Also die Ausstrahlung der Band ist schonmal mächtig. Musikalisch werde ich aus MGLA aber nicht schlau. Genrefremder Gesang, melodischer „Wohlfühl“ Black Metal und irgendwie doch durch und durch Schwarzmetall. Seltsam, alles seltsam. Aber eigenständig, das muss man ihnen lassen. Nach einer Stunde war der Zauber vorbei, ich war zufrieden und schnell wurden die nächsten Vorbereitungen getroffen, denn gleich sollten ja noch AETHER ran [Anm. d. Redaktion: Alter... !].



Die Fahrerei mit Disco-Ottos Schwarz-Taxi klappte danach übrigens wunderbar. Und das, obwohl sein Auto, das mindestens so alt ist wie er selbst, nicht nur über blaues, grünes und rotes Flackerlicht für ein herrliches Disco-Ambiente verfügt, sondern auch über ein Tacho, das KONSTANT auf Null steht („Brauch ich nich!“). Dieses Bild wurde WÄHREND der Fahrt geschossen:

zuletzt bearbeitet 23.05.2013 02:03 | nach oben springen

#5

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:31
von T.B. • 193 Beiträge

Kurze Verschnaufpause mit einem weiteren Ausflug in unsere schöne Rubrik "Leute, die ich gern vor die U-Bahn schubsen würde":



Soso, junggebliebene LARP-Homos stiefeln durch den Schneewanderweg und zaubern einem tiefgekühlten Väterchen BoFrost a.k.a. Eisgöttin Fridolin die heilige ... was ist das überhaupt? ... Pagan Metal Flöte aus der Hand. Zu allem Überfluss entfachen sie damit den Zorn unbändiger, schlecht getrickster Heiden-Blitze, GEBRECHLICHKEIT (ihr erinnert euch?) -hafter Todes-Augen und nicht zuletzt Habgier und Eifersucht im eigenen PopoClub. Na Mensch, und ich dachte schon, Arnie als "Mr. Freeze" war kacke, aber Oberguru Zipfelmütze da oben schlägt ihn auf jeder Fremdscham-Skala um Längen. Entweder handelt es sich hierbei um die beste Pagan Metal Parodie, die ich jemals gesehen habe, oder in irgendeinem miesen Paralleluniversum, in dem ausnahmsweise sogar Personen, die bereits die Geschlechtsreife erreicht haben, auf so ein Gedöns steif gehen, in dem Sätze wie „Zu dem Thema habe ich spontan überhaupt keine Meinung, sorry“ bei Facebook stehen oder die Microsoft-Fehlerhilfe mal wirklich ungemein hilfreich ist, könnten Bands wie BLACK MESSIAH tatsächlich ernst gemeint sein. Eins steht fest: Wüsste ich nicht, wie ich einer dritten Person den Würgereiz erzeugenden Heidenkitsch auf Festivals wie dem Ragnarök oder dem Barther erklären soll, ich würde demjenigen wahrscheinlich einfach diesen BLACK MESSIAH Clip vorspielen. Das ist ja, als würde man die bescheuersten Fotos von GRAVELAND mit einer noch beschisseneren Version von VARG kombinieren...und dann noch diese Bandfotos, als hätte man den Darkroom der Blue Oyster Bar geräumt...baahh!

nach oben springen

#6

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:34
von T.B. • 193 Beiträge

Sonntag, 19.05.2013

Eigentlich hätte ich BÖLZER ganz gern gesehen. Seltsame Band ist das, die trotz des Namens nicht etwa eine MOTÖRHEAD-Coverband ist, sondern ziemlich abgefahrenen und eigenständigen Black/Death bietet. Oder auch „eigenartigen“. Das Demo kam bei mir letzte Woche an und just nach zweimaligem Spielen ging mein Tapedeck in Eimer. So recht weiß ich also noch immer nicht, ob ich sie gut finden soll. Gezündet hatte es bis dahin noch nicht. Und sich allein von Disco-Otto zum Gelände gondeln zu lassen, erschien mir eh nicht koscher… Er hatte in der Nacht nicht geschlafen, weil er seinen Sohn mit zwei (!) Weibern um 7 Uhr aus irgendeiner Dorfnazi-Disco abholen musste, und – wir erinnern uns – sein Auto hat keinen funktionierenden Tacho.

Außerdem… man kennt das ja… „Noch ein Bier, dann lass uns mal Bands gucken gehen…“ und ist vom einen das Bier halb leer, macht sich der Nächste eines auf. Und dann „noch aufrauchen“, und schwupps ist beim Nächsten die Kippe an… und und und… ein Teufelskreis. NECROBLOOD und WELTENBRAND also verpasst.

CHAOS INVOCATION blieben somit auf Grund von Umständen, die noch erörtert werden, meine einzige Sonntagsband. Magere Ausbeute, aber keine schlechte! GG ALLIN Shirt, Sachen ins Publikum schmeißen (hier Asche, Knochenstaub oder der Inhalt des Staubsaugerbeutels, ich konnte es nicht recht erkennen…), und auch Blut und Schädel auf der Bühne finde ich sowieso grundsympathisch, aber mit ihrem sich ungemein flott weghörenden Black Metal konnte die Band auf ###Unbekannte-##-Eingabe### Productions auch musikalisch nichts falsch machen. Einzig dieses Sich-mit-den-Gitarren-Gegenüberstehen-und-Abrocken finde ich immer etwas affig. Aber immerhin war dafür auch ihr Smash-Hit „Bier und Kaffee“ dabei.*



*Edit: Ok, Metal Archives behauptet, „Beyond Coming“ heiße das Lied… Klang aber anders!

PENTACLE benannten wir um in Warten auf SECRETS OF THE MOON. Also mal ‘ne Wurst holen. Die konnte man ja bedenkenlos essen. Die Pommes sahen etwas, naja, roh aus und der Kunde vor mir bekam auf seine Frage, was denn dieses bedingt identifizierbare Zeug neben den Steaks sei, die immerhin ehrliche Auskunft „Also vorhin war das Geschnetzeltes, jetzt Gemüsepfanne.“ hehe

Bislang verlief das Festival nach Maß, aber es wäre ja langweilig, wenn es so geblieben wäre, nicht wahr? Ein kleiner Sturm wäre jetzt genau das Richtige. Huch, wie auf Kommando! Die Stimmung in der Luft brodelte. Zunächst tauchte sich alles in einen Sepia-Ton. Wind kam auf. Von Osten … oder Süden… oder Westen, egal, zogen schließlich dicke schwarze Gewitterwolken heran, die zusammen mit dem Sonnenuntergang ein echt romantisches Bob Ross-Bild ergaben:



Man muss sich zu letzterem noch die Silhouette eines sich beim Parkplatz oben knutschenden Paares vorstellen, hach wie schön… wäre nicht 10 Meter weiter im Vordergrund dann jemand angetrunken zum Pissen ins Feld gestiefelt, hehe.

Zurück beim Gelände war alles plötzlich so leergefegt wie bei einem NICKELBACK-Konzert, dabei sind SOTM doch gar nicht sooo scheiße geworden.



Die Stände bauen hastig ab. Panische Sicherheitstypen treiben die Leute zusammen. „Alle ins Zelt! Alle ins Zelt!“



Tief Alois stand in den Startlöchern und kurz davor, ganz Thüringen zu vernichten! Hey, Moment. Wenn ich etwas von Katastrophenfilmen und RTL 2-Nachrichten gelernt habe, dann, dass wenn 2.000 Leute in EIN 500-Mann-Bierzelt gequetscht werden (- übrigens das erste und einzige Mal „Kings of Black Metal“-Atmosphäre an diesem Wochenende), es IMMER genau dieses Zelt sein wird, in dem alle sterben! Und irgendein Hoschi, der zufällig aus irgendeinem schwulen Grund nicht im Zelt war, überlebt als einziger. Nicht mit uns! Heute waren wir die schwulen Hoschis, ha! Ab zur Bühne!


(Keine 10 Sekunden später wurden wir dann aber gleich von der Security verscheucht, „aus Sicherheitsgründen blabla“. Wenn man sich das Bild so anschaut, sieht es im Nachhinein fast so aus wie „Liste trauriger Dinge, pt. 42“: Der traurige Spinner, der ganz allein vor der Bühne steht, lange nachdem die Band schon aufgehört hat. hehe Den gibt es halt immer. Ungefähr so wie den „FEET!!“-Typen in einfach jedem gratis Sexcam-Chat.)

Also ab ins Auto. Gemäß der Durchsage sollte es um 23:30 Uhr, 2 Stunden nach planmäßigem Beginn von SOTM, weitergehen. Als kurz vorher noch immer kein Soundcheck zu hören war und die Luft dank der fünf Raucher im Auto in kubische Formen hätte geschnitten werden können, und es sich zudem draußen gerade so richtig schön einpisste, entschieden wir, den Heimflug anzutreten.

Um Mitternacht soll es wohl weitergegangen sein und beim Bierholen an der Tanke in Altenburg hörten wir noch den Soundcheck vom Gelände, aber…nee, kein Bock mehr. Obwohl ich GOATPENIS schon gern noch gesehen hätte und es klasse finde, dass das Festival die Eier hatte, die zu holen. Egal, vielleicht touren sie ja bald. Man hätte der schlichten Ansage „23.30 Uhr geht’s weiter. Alle Bands spielen.“ ruhig trauen sollen, selber schuld. Übrigens sehr sympathisch wortkarg; es gibt Festivals hier oben, da würde es eher so klingen: „Hey, Leute, ich bin’s, euer allerliebster Veranstalter! Na, alles schick? Seid ihr bereit für S.O.T.M.?? Ich kann euch nicht hören!! Seid ihr bereit?? .. Hm, ja, blöd, denn die spielen nicht. Aber für das Unwetter kann ich ja nix und so. Lasst uns die Hörner heben und zu den Asen beten! Hui, vielen Dank für die Geburtstagstorte! Ach übrigens, immer fein den Müll aufsammeln! Nicht den Pfand!!!

CULT OF FIRE fiel wohl trotzdem aus, aber mit einer 2-Meter-Schultüte auf dem Kopp macht sich das bei dem Wind sicher auch irgendwie doof. Ich habe eh keine Ahnung, wie die klingen und ob es sich lohnt, oder sie die Aufmerksamkeit nur für ihr GHOST meets NYOGTHAEBLISZ-Outfit ernten.

Somit wurde der Rest der Nacht wieder standesgemäß verbracht. Die Bilder erspare ich euch, da irgendwie alle wie bei einem „Night of the Living Dead“-Casting aussehen.

zuletzt bearbeitet 23.05.2013 02:16 | nach oben springen

#7

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:35
von T.B. • 193 Beiträge

Dinge, die (fast) schwuler sind als THRÄNENKIND, pt. 1“



Wenn dir so verschissen kalt ist, dann hampel doch nicht in deinem Püppi-Kleidchen barfuß im Wald herum, Homo!!!! ALTER! Also das ist wirklich das abartigste, was ich an "Musikvideos" in letzter Zeit gesehen habe! Dagegen wirken GEBRECHLICHKEIT-Molchenaugen-Badekappes visuelle Ergüsse ja wie "2001: Odyssee im Weltraum". Und was zum Teufel ist eigentlich mit unserer Integrationspolitik nicht in Ordnung, dass die unselige Brut ehemaliger Gastarbeiter jetzt nicht mehr nur Hop Sings Urenkel totprügelt, sondern sich in die Fummel der Uroma schmeißt, um dann auf tierisch sensible Prügeltranse mit gefaktem Dracula Akzent zu machen?! Hätte man uns nach dem Bund die P1 gelassen, der Finger würde jetzt schon unruhig ab Abzug zucken!

nach oben springen

#8

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:37
von T.B. • 193 Beiträge

Fazit

Die Bude riecht als hätten die Bullen gerade eine versiffte Fixerbude aufgebrochen, in der seit acht Wochen eine Leiche an der Heizung gammelt. Der Flaschenpfand reicht aus, um alle etwaigen Kollateralschäden an der Einrichtung zu begleichen. Alles richtig gemacht. Die Klamotten kannste nun wegschmeißen, aber egal, wir haben unsere Ossi-Garderobe eh mit schicken neuen Jacken, Schuhen und Dosenbieren vom Zeltplatz aufpoliert. Nein, kleiner Scherz, aber ich habe die Diskussion im Myrrthronth-Board verfolgt. Zum Kotzen. Unser ganzheitlicher, detaillierter Bericht wird hoffentlich nun auch all jene Lügen gestraft haben, die behaupten, ich sei am Wochenende „voll gewesen wie 10 Busse Russen“, pah! Ich kann mich ja wohl noch bestens an die Nacht von Freitag auf Montag erinnern!

Was das Deathkult allgemein betrifft, war mein Vorbericht nicht zu optimistisch. Ein Rolles Royce unter den Untergrund-Festivals. Bei weitem nicht alle interessanten Bands gesehen, aber wenn, dann meistens gut. Außerdem hatten wir – bis auf Sonntag und Samstagvormittag – wirklich Glück mit dem Wetter und der Sound war für ein Open Air echt verdammt gut.

Das muss ich mal ganz ehrlich positiv erwähnen: Man hat sich mit hoher Priorität um eines der wichtigsten Dinge eines Musikfestivals gekümmert, und damit meine ich nicht Kondomstände, schwule Wikingerschaukämpfe oder sonstigen überflüssigen Trara für den Pöbel, sondern schlicht und ergreifend den Sound! Die Bühne wurde zwar nicht umgestellt, aber die Boxen. Keine Ahnung, wie das akkustisch zusammenhängt, aber es hat was gebracht, denn der Klang war – gerade für ein Open Air – allererste Sahne. Außerdem habe ich selten einen so engagierten Soundmann gesehen, der ständig nachpegelte, umherflitzte und (daran scheitert es schon sooo oft) einfach mal HINHÖRTE, wie das Ganze denn so klingt. Ganz dickes Lob!
Das zweite dicke Lob geht an die Klofrauen. Wahnsinn, noch nie am letzten Festivaltag noch so saubere Toiletten gesehen, dass man direkt hingehen wollte, selbst wenn man nicht musste. Da hätte man sich innerlich aus Angst vor aufgetürmten versifften Scheißebergen gar nicht auf Festivaldarmverschluss einstellen müssen.

Gucken wir doch abschließend mal, was das allseits beliebte Social Network, wo jeder noch so unqualifizierte Pisser der Welt seine Meinung sagen darf, so zum Deathkult zu schreiben hat:

FÜR DAS BECHERSYSTEM GEHÖRT IHR GESCHLAGEN
Versuch’s doch! Klar, Pfandsystem ist immer nervig, aber herrgott, der durchschnittliche Festival-Dumpfprolet darf doch glücklich sein, wenn er seine Hose noch findet, geschweige denn Pfand-Marken. Mir sind auch umgerechnet sicher 500 Gummibärchen flöten gegangen. Drauf geschissen.

super festival auf dem frauen mit fäusten geschlagen werden!“
Ha, kriegst gleich noch eine hinterher, Fotze!!! Nein, Spaß, hab damit nichts zu tun, aber seien wir mal froh, dass es nur Frauen mit Fäusten getroffen hat, und nicht etwa Frauen ohne Fäuste. Gewalt gegen Behinderte geht einfach gar nicht. … Mal ehrlich, solang das nicht Ragnaroek-like die Security war, bringt es nichts, „das Festival“ dafür anzuplärren. Und sowas dann öffentlich zu posten klingt für mich eher nach „mimimi, Aufmerksamkeit! Aufmerksamkeit!“. Die Security fand ich im Übrigen völlig OK. Unauffällig, aber aufmerksam. Man wurde sogar vom An-den-Zaun-Pissen zurückgepfiffen.

Was die Besucher anbelangt… Klar, der eine oder andere kinnlose Mundatmer, der bestimmt auch im wahren Leben „lol“ sagt, war sicherlich dabei … Auch Hippies mit revolutionär witzigen Outfits wie Hawaii-Hemden (auf nem BM-Festival! BRÜLLER!) oder Ärzte-Kitteln, kotzwürg. Das lässt sich bei gut 2.000 Gästen nicht vermeiden. Oder manch eine Fresse, die man aus dem Christhunt-"Metalflirt"-Thread zu kennen glaubt (MIT Musikuntermalung). Ich bin indes guter Dinge, dass das Deathkult das Potenzial hat, ein „reines“ Festival zu bleiben, auf dem ach-so-witzige Festival-Hampelmänner einfach mal gepflegt aufs Maul kriegen und gut is. Naja, das soll Kritikern jetzt natürlich keinen Zündstoff geben, denn friedlich war es allemal. Mein Eindruck von der Atmosphäre war eher: gelangweilte Polizisten, die im Streifenwagen Pilzpfanne fressen, unterbeschäftigte Sicherheitsleute, unbeschäftigte Sanitäter, freundliche & begeisterte Anwohner und genau eine (Art von) Schnapsleiche bei Tageslicht:



In diesem Sinne: Nächstes Jahr einfach genauso, nur mit anderen Bands oder von mir aus auch mit den gleichen! Spitzenmäßiges Ding, Glückwunsch!

zuletzt bearbeitet 23.05.2013 03:19 | nach oben springen

#9

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:38
von T.B. • 193 Beiträge

Ach, was soll’s… einen noch hinterher!

Dinge, die (fast) schwuler sind als THRÄNENKIND, pt. 2“: Die Gizeh-Blättchen-PinUp-Aktion.









WOLLEN DIE MICH VERARSCHEN?!?



Cordialiter,
Euer Team A. Frank

nach oben springen

#10

RE: Deathkult Open Air 2013

in Berichte 23.05.2013 01:40
von T.B. • 193 Beiträge

DEATHKULT OPEN AIR 2013
(english version)

Killer festival! When comes out the vinyl version?

Classic!

nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Strahlenhammer
Forum Statistiken
Das Forum hat 164 Themen und 235 Beiträge.