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Chasma - Declarations of the Grand Artificer (2011)

in Aktuelles 29.05.2012 22:41
von T.B. • 193 Beiträge

CHASMA - Declarations of the Grand Artificer



Jahr: 2011
Land: USA
Label: Moribund Rec. (CD) / The Mylene Sheath (LP)


Och nöö, noch so eine neumoderne amerikanische Hippster-BM-Band... Noch viel erschreckender, dass das Traditionslabel Moribund Records nun anscheinend auch auf den Wagen aufspringen will. Ich hoffe, das war nur ein Stromausfall im Kleinhirn. CHASMA selbst besteht aus zwei Mitgliedern, die sich nicht rasieren, Flanell tragen und bereits in den Sludge/Doom-Bands ALTAR OF EARTH sowie NANDA DEVI zusammen musizierten. Nun muss es also Black Metal sein, na wenn sie meinen... „Declarations...“ enthält sage und schreibe drei Songs, die – ihr könnt es euch denken – Überlange haben. Ich spreche von 9 bis 12 Minuten, insgesamt kommt die Scheibe auf etwas über eine halbe Stunde. Sie beginnt mit „Daystar Angelwar“, der die Marschrichtung klar macht: Psychedelischer Black Metal zwischen BU*Z*M, WOLVES IN THE THRONE ROOM und XASTHUR. Das gesamte Lied ist ein hin und her von repetitivem Riffing nebst grollendem Bass, Blast und hohem Varg-Kreischen, dazwischen „psychedelische“ Passagen mit stark verringertem Tempo. Langweilig. Das liegt nicht an den Fähigkeiten der Band, denn die gehen in Ordnung, auch nicht am etwas nervösen Sound, sondern am überwältigenden Angebot derartiger Musik in den vergangenen Jahren. Lied Nr. 2, „Shadowbend“, bietet da wesentlich interessanteres Songwriting, nette Basslinien und erfrischenden sludge-igen Einfluss. „Blue Jewel Destruction“ hat ein paar nette Effekte und eine ansehnliche Leadgitarre, entlockt mir aber nur minimal größeres Interesse als der Opener. Hätte man also „Shadowbend“ für sich allein auf eine MiniCD oder irgendeine Split gepresst, der Eindruck von der Band wäre sicherlich ein besserer geworden. So sind CHASMA auf gewisse Weise symptomatisch für diese ganze „Post BM“-Welle, deren Stärke es einst gerade war, durch Einflüsse von außerhalb (Sludge, Postrock, Shoegaze, Doom,...) dem 08/15-Hörer etwas Neues anzubieten, die aber durch zu viele Bands in zu kurzer Zeit nun selbst bereits ausgenudelt ist wie sonstwas. Sorry Jungs, ihr kommt 2 Jahre zu spät...

zuletzt bearbeitet 03.06.2012 15:41 | nach oben springen



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