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Setherial - From The Ancient Ruins (2003)

in Aktuelles 30.05.2012 00:53
von T.B. • 193 Beiträge

Setherial - From The Ancient Ruins




Land: Schweden
Jahr: 2003
Label: Napalm Rec.
Format: CD


eBay-Spaßgebote, Teil 1488 ... Sage und schreibe 1,- € hat mich diese CD gekostet. Nachdem ich mir den Betrag also mühevoll zusammengespart habe, kann ich aber durchaus sagen, dass sich die Investition gelohnt hat.

SETHERIAL bedürfen wohl keiner Vorstellung, oder?! Das ist sozusagen den kleine Bruder der frühen DARK FUNERAL, nur haben es SETHERIAL nie zu solch großem Erfolg wie eben DARK FUNERAL, MARDUK oder DISSECTION gebracht.

"From The Ancient Ruins" enthält drei unveröffentlichte Songs der "Hell Eternal"-Session ... ein Album, das ich trotz offensichtlicher Schwächen übrigens trotzdem sehr geil finde. Zu ungefähr 100% besteht es aus Blast-Raserei in heftiger Anlehnung an "Vobiscum Satanas". Wenn ich mich recht erinnere, wurde es damals sogar als "eines der schnellsten Hyperspeed Black Metal Alben aller Zeiten" oder so ein Quatsch beworben, ganz abzusehen davon, dass es vermutlich noch heute den Rekord für die häufigsten "Satan"-Erwähnungen in den Texten eines einzigen BM-Albums hält.

Mit "Hell Eternal" haben die drei Songs hier allerdings wenig gemein, lediglich der Sound ist ähnlich druckvoll, fett und klar... besser gesagt genauso druckvoll, fett und klar, ist ja die gleiche Session... Abyss Studio eben. Die größte Überraschung: KEIN BLAST! Im gehobenen Midtempo prasseln die 5 3/4 bis 7 minütigen Nummern hernieder; abwechselungsreich, ernst, nahezu "episch", hin und wieder thrashig, in gewisser Weise düster-monumental.
Nun ergibt es auch Sinn, dass keines von den Dingern auf der "Hell Eternal" gelandet ist, denn vermutlich wollten sie einfach ein pures Knüppel-Album machen. Oder sie dachten sich "Hm, würde das auf die Vobiscum Satanas passen?! Nein...". Kann ich nachvollziehen und halte ich auch für richtig, da "Hell Eternal" halt so kompromisslos und brutal ist wie es nunmal ist. Außerdem wäre das Album ansonsten auch viel zu lang geworden.
Gut sind die ausgeschiedenen Songs trotzdem!

Als Bonus enthält die CD außerdem das "A Hail To The Faceless Angels"-Demo von 1994. Hatte ich natürlich noch nicht original, darum: schön. Über die Qualität muss man nicht viel reden. Großartiges Demo. Gäbe es einen Demo-Olymp, dies wäre sicherlich ein Anwärter.

Uuuund noch einen weiteren Bonus gibt es: "My Veins Are Open", zuvor nur auf der Napalm Records-Compilation "With Us Or Against Us pt. I" erschienen. Das war 1995, ich denke zwischen Demo und EP. Klingt auch so. Grooooßartiges 8 3/4 Minuten-Stück! Was die da an Sahne-Riffs in einem Song verbraten, Wahnsinn... Ungewöhnlich viel Keyboard gibt's obendrein.

Fazit:
Ich würde nicht noch einmal einen TEuro für diese CD ausgeben. Aber auch nur, weil ich sie schon habe, und was soll ich mit zweien!?

zuletzt bearbeitet 30.05.2012 00:54 | nach oben springen



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