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Dantalion - Return To Deep Lethargy (2012)

in Aktuelles 03.06.2012 15:20
von T.B. • 193 Beiträge

Dantalion - Return To Deep Lethargy



Land: Spanien
Jahr: 2012
Label: Unexplored Rec.


DANTALION sind nach zwei Alben auf Det Germanske Folket auch hierzulande keine allzu Unbekannten mehr. Die hörten sich beide gut weg, waren insgesamt aber zu unspektakulär als dass man irgendwann die Lust verspürt hätte, sich wieder und wieder der Band zu widmen. So ging dann auch ihr drittes Album völlig an mir vorbei. Keine Ahnung also, wie sie da klingen. Fakt ist, dass sie auf "Return To Deep Lethargy" kaum wiederzuerkennen sind, was nicht nur am neuen Sänger liegt. Der zwar bereits technische, aber doch recht easypeasy angenehme Melodic Black Metal ist irgendwo im Kern zwar noch versteckt, doch dominieren nun die vielen, gedrosselten Parts mit sehr verspielter, beinahe verträumter Gitarrenfraktion. "Return To Deep Lethargy" bietet dem Hörer wesentlich mehr als seine Vorgänger und wirkt dadurch irgendwo erwachsener. Nach einer Weile habe ich mich auch an die neue Stimme gewöhnt, die deutlich un-normaler als das ehemals standardisierte Shouten wirkt, aber dafür ebenso um einiges emotionaler und genau richtig für ein Album, das sich nicht selten im Gefühlsspagat bewegt. Außer manchmal, da klingt sie einfach kacke. Kalte, beblastete Ausraster kommen gern als strukturierendes Element daher oder versetzen einem Song den abschließenden Stoß, doch ist die Grundstimmung - wie gesagt - experimenteller, gedankenschwer, durchsetzt mit leichtfüßig-melancholischen Rock-Elementen, durch die das KATATONIA-Cover ("Murder") am Ende nicht mal aus dem Rahmen fällt. An der kraftvollen Necromorbus-Produktion gibt es nichts zu meckern, sie klingt nicht mal nach FUNERAL MIST.

Die Stilentwicklung DANTALIONs hat meiner Ansicht nach in einer für den Hörer viel spannenderen & überraschenderen Angelegenheit gefruchtet, wenngleich natürlich nichts neu erfunden wird. Bitterer Beigeschmack ist jedoch, dass sie es mittlerweile anscheinend auf die AGALLOCH, A FOREST OF STARS usw.usf. Hörer abgesehen haben, weil sie vermutlich mit ihrem alten Zeug nicht den gewünschten Fame einstreichen konnten. Ein rein musikalisch aber summa summarum sehr modernes Album, das momentan gut ankommen dürfte, und das ist gar nicht mal - auch wenn ich kotzen könnte, wenn Bands die Raben im Wald durch Straßenlaternen bei Nacht ersetzen - so negativ gemeint.

Für das im August erscheinende Album gibt es auf YouTube bislang im Voraus nur so ein total beschissenes Video, auf dem man die hässlichen Affen im Studio angucken muss, im Hintergrund dazu ein Song des Albums:

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