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Sühnopfer - Nos Sombres Chapelles (2010)

in Aktuelles 04.06.2012 11:49
von T.B. • 193 Beiträge

(contributed by S.)

Sühnopfer - Nos Sombres Chapelles



Land: Frankreich
Jahr: 2010
Format: CD
Label: Those Opposed Records
Spielzeit: 38min
Klingt wie: eine Mischung aus mittleren Taake, Angantyr und Osculum Infame


Als Käufer finde ich es Klasse, dass man allerhand aktuelle CDs bei Ausverkäufen für nen 5er bekommt. Das ist nicht gut für den Markt, das ist nicht gut für die Labels und für die Musiker auch nicht. Aber was will man machen.

So erstand ich auch das erste Voll-Album der französischen "Formation" SÜHNOPFER für nen 5er bei DTB. Der Name klingt erstmal grottendämlich und lässt die Vermutung zu, ein Franzacke versucht deutsch zu sprechen, beschreibt aber allgemein den Tod Jesu Christi am Kreuz auf eine für Atheisten eher unübliche Weise. Und "Formation" ist in dem Fall nicht wörtlich zu nehmen, handelt es sich doch um eine Ein-Mann-Band. Multiinstrumentalist Ardraos hat keinerlei Mitstreiter - braucht er auch nicht, er beherrscht jedwedes Intrument auf schier unglaublich hohem Niveau, was mir schon bei der Mini "L'Aube des Trépassés" aufgefallen ist, welche ich als Grievantee-Tape Version habe.

Die "Klingt wie:" Beschreibung trifft es eigentlich ganz gut. Die Songs sind ähnlich verspielt und komplex, wie TAAKE'S 2. und 3. Album. Sprich: viele, teils auch unerwartete Tempowechsel; mehrstimmige und verspielte Gitarren und auch diese typischen Stimmungswechsel hin von Aggression zu Melancholie und umgekehrt. An ANGANTYR erinnern mich vor allem die Gitarrenläufe der eher melancholischen Teile und auch die Gesangsrhythmik. Und OSCULUM INFAME? Ganz klar: französicher Gesang und auch die Tonlage erinnert klar an "Dor-Nu-Fauglith".

Klasse Sound, relativ Snare-lastige Drums, 7 Songs inkl. Outro inkl. einem folkigen Intrumental = runde Sache und ich bin mir sicher, dass ich öfter zu "Nos Sombres Chapelles" greifen werde. Einzig negativer (?) Aspekt: Eben durch die vielschichte Verspieltheit der Gitarren kann man schwer Highlights ausmachen - das ganze Album ist ein Highlight. Auch nach mehrmaligem Hören fällt mir kein Moment ein, auf den man wartet oder auf den ein Song hinarbeitet. Die Frage ist, ob das gut oder schlecht ist. Man weiß es nicht.

Das Album ist deutlich hochwertiger als 5 Euro, dieses "Verramschen" wird dem Album in keiner Weise gerecht. Aber gut, dass ich mir als Käufer im Moment ziemlich egal. :)

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