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Aurvandil - Ferd (2010)

in Aktuelles 04.06.2012 12:29
von T.B. • 193 Beiträge

(contributed by S.)

Aurvandil - Ferd



Jahr :2010
Land: Frankreich
Label: Cold Void Emanations/Eisenwald
Format: Demo-MC/CD
Klingt wie: eine Mischung aus Parnassus und Paysage d'Hiver mit eine Prise Nocternity
Spielzeit: 42min


Ich erwarb vor kurzem einige CDs aus zweiter Hand und wartete gut 4 Wochen auf das Paket - natürlich mit Lamento meinerseits, was dazu führte, dass der Verkäufer versprach, einiges "zusätzliches" mit reinzupacken. Hat er dann auch tatsächlich getan. Under anderem "Ferd" vn AURVANDIL.

AURVANDIL ist ein (bis dato) Einmann-Projekt aus der Nord-Normandie, welches schon diverse Demos und Splits veröffentlich hat - allesamt gingen an mir vorbei. Lediglich eine Beweihräucherung aus dem Myrrthronth-Board habe ich noch im Hinterkopf.
Das CD Rerelease auf Eisenwald kommt in einem schmucklosen Digisleeve daher - gedruckt auf "Recycling Papier". Igitt. Dass diese Digisleeves absolut zum Kotzen sind muss ich nicht weiter ausführen, ebenso das als Intro fungierende "Peregrination I". Es beginnt mit folkigen akustischen Gitarren, welche von einem Drumcomputer begleitet wird, der stark nach 80er Jahre Postpunk klingt, bevor die akustischen Gitarren verzerrt werden.
Apropos Drumcomputer: Es gibt ja diverse Bands, bei denen der Einsatz des Drumcomputers einfach passt und auch sein muss. LIMBONIC ART als Paradebeispiel, ebenso PARNASSUS und einige andere. So passt der Einsatz jenes elektronischen Hilfsmittels nämlich perfekt zu den folgenden 3 Songs, die - im Gegensatz zu dem Intro - einfach klasse sind. Man stelle sich die Raserei von PARNASSUS vor, mit Drums, die wegen dem Hall auf der "Snare" nach NOCTERNITY klingen, garniert mit Keyboardsounds, die man auch in einigen PAYSAGE D'HIVER Songs finden kann. Herrlich distanter Gesang und eine wahnsinnig dichte Atmosphäre. Trotz eingestelltem Drumcomputer-Dauerblastbeat kommt keine Sekunde Langeweile auf. Geil. Ich fühle mich irgendwie nach 1996 zurückversetzt, als ich mit überspielten PARNASSUS Tapes im Wald rumgestiefelt bin.

Besonders gut finde ich, dass versucht wird, jedem Song ein Eigenleben zu verpassen. Bei "Over The Seven Mountains" wird die schon angesprochenen Keyboard verstärkt eingesetzt, "Through Hordanes Land" beginnt und endet mit Akustikgitarren und Cello und das Hauptriff des Songs ist so schweinegeil, dass ich das mit Sicherheit klauen werde, "Still He Walks" wirkt durch eine tiefere Tonlage deutlich brachialer als die anderen beiden Songs. Das Outro "Peregrination II" ist allerdings ebenso belanglos, wie das Intro.
Klasse Überraschung. Mitlerweile gibt es auch ein Voll-Album auf Eisenwald - allerdings mit einem menschlichen Schlagzeuger und irgendwo habe ich was von "Midtempo" gelesen. Werde ich mir trotzdem mal zulegen.

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